Simson, Sandmann, Ostfluencer – Fortbildung in Halle (Saale)
Bei vielen Menschen, die die Wende in Ostdeutschland miterlebt haben, ist der positive Bezug auf die ostdeutsche Herkunft häufig ein wichtiger Teil der eigenen Identität. In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass sich auch immer mehr junge Menschen positiv und selbstbewusst auf ihre ostdeutsche Identität beziehen. Neben Ostfluencer*innen, die mit negativen Klischees über Ostdeutschland aufräumen wollen, gibt es eine Vielzahl an Engagierten, die sich zum Beispiel als Medienschaffende für eine emanzipatorische Entwicklung in Ostdeutschland engagieren. Daneben stehen aber auch regressive Ausprägungen ostdeutscher Identität: (n)ostalgische DDR-Bezüge, Ostdeutschland-Gesänge in Fußballfankurven oder Neonazi-Shirts mit der Aufschrift „Ostdeutschland“ in Fraktur.
Die Bedeutung ostdeutscher Identitäten in der Arbeit mit jungen Menschen
Die Fortbildung zielt darauf ab, die Vielfalt ostdeutscher Lebenswelten sichtbar zu machen und monokausale Erzählungen über „den Osten“ aufzubrechen. Wir werden uns mit strukturellen Ungleichheiten und stereotypen Bildern beschäftigen, die auch über 35 Jahre nach der Wende weiterhin präsent sind. Ausgehend von dem Blick auf Jugendkulturen in der DDR und in der Zeit kurz nach der Mauerfall fragen wir danach, wie sich junge Menschen heute auf ihre ostdeutsche Herkunft beziehen. Die Fortbildung bietet darüber hinaus Raum für Selbstreflexion zum Thema und das gemeinsame Erarbeiten von Ableitungen für die eigene Berufspraxis.
Termine
Donnerstag, 3. Dezember 2026
Freitag, 4. Dezember 2026
Jeweils 10 bis 17 Uhr
Ort
Halle (Saale)
Zielgruppe
Fachkräfte der Jugend- und Sozialarbeit, pädagogische Fachkräfte aus Schule und Bildung, Multiplikator*innen, zivilgesellschaftlich Engagierte
Format
Zweitägige Präsenz-Fortbildung
Teilnahmegebühr
30,00 Euro
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